vielsagend, obgleich taub und stumm.
Das Leben in Stadt und Land, in Feld und Wald.

Kornfeld


Fundstück aus einem Nachlass: Carl Wilkes „Sechszehn Bilder-Tafeln für den Anschauungs-Unterricht“ Berlin 1839. Der taubstumme Carl Heinrich Wilke (1800- 1874) , hat diese ersten deutschen "Schulwandbilder" gezeichnet. Jo Tijssen hat Wesentliches zu der 1839 in Berlin erschienenen Sammlung von Unterrichtsbildern in seinem Aufsatz zusammengetragen. eine vollständige Serie der Erstausgabe ist Museum Europäischer Kulturen in Berlin erhalten und - ohne das Textblatt - in der digitalen Sammlung zu betrachten.
Der christlich "erweckte" Johann Wilhelm Colsman (1800-1856), bergischer Seidenfabrikant, aus dessen Besitz die hier vorgestellte Mappe stammen dürfte, war ein Mitbegründer des Zentralvereins für die Innere Mission im Rheinland, und hat sich auch mit Einrichtungen für Behinderte befasst, wie sie zum Beispiel Adalbert Graf von der Recke errichtet hat. Er hatte selbst für eine große Zahl eigener Kinder und früh verwaister Geschwisterkinder zu sorgen, möglicherweise hat er das Werk für die eigene Familie angeschafft. Von den sechzehn Tafeln sind fünfzehn erhalten, sowie die Vorrede von Schulrat Otto Schulz. Die Blätter sind, anders als beim Berliner Museumsexemplar am Bildrand beschnitten beschnitten, und die Nummerierung der Tafeln handschriftlich ergänzt. Es ist jeweils ein Blatt beidseitig auf einen Karton montiert, welcher oben mit einem Bändchen versehen ist, um die Tafeln aus dem Schuber zu ziehen. Der Schuber ist nicht mehr original , vermutlich im 20. Jh. erneuert. Als Gegenblatt zu Tafel 15 ist statt der fehlenden Tafel 16 die Vorrede von Otto Schulz aufgeklebt. Beim Viehstall, Tafel VII, ist um unteren Bereich ein größerer Bildverlust zu beklagen. Ein Titelblatt, falls es eines gegeben hat, dürfte mit dem Originalschuber verloren gegangen sein.

Dorf


Wirtschaftshof


Viehstall vgl


Vorrede Schulrat Otto Schulz 1839